Fairer Handel ist ein partnerschaftliches Handelsmodell, das sich an sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Grundsätzen orientiert. Produzentinnen und Produzenten, insbesondere in Ländern des globalen Südens, arbeiten mit Fair-Handels-Organisationen und Handelspartner zusammen, die sich für faire Handelsbedingungen, langfristige Beziehungen und mehr Transparenz einsetzen.
Zu den Zielen des Fairen Handels gehören
die Förderung gerechterer Handelsstrukturen,
die Stärkung von Handlungsmöglichkeiten für Produzentengruppen sowie
ein respektvoller Umgang mit Menschen und natürlichen Ressourcen.
Faire Handelsbeziehungen sind langfristig angelegt und orientieren sich an den Grundsätzen von Fairness, Respekt und Partnerschaft.
Die Menschen hinter unseren Produkten
Hinter unseren Produkten stehen Kleinbauern, Handwerker und Kooperativen aus verschiedenen Ländern des Globalen Südens. Fair-Handels- Importeure arbeiten mit vielen dieser Produzentengruppen auf der Grundlage langfristiger Handelsbeziehungen zusammen. Zu den Grundsätzen des Fairen Handels gehören unter anderem
faire Handelsbedingungen
transparente Zusammenarbeit und die
Unterstützung von Produzentengruppen bei der Weiterentwicklung ihrer Strukturen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei häufig benachteiligten Gruppen beispielsweise Frauen-Kooperativen oder kleinbäuerlichen Gemeinschaften, die eigene wirtschaftliche Aktivitäten aufbauen und weiterentwickeln möchten.
Der Faire Handel setzt sich für
menschenwürdige Arbeitsbedingungen,
den Schutz vor ausbeuterisch Kinderarbeit und
die Stärkung sozialer Strukturen ein.
Durch die Zusammenarbeit mit Fair-Handels-Organisation erhalten viele Produzentengruppen Zugang zu internationalen Handelsbeziehungen und können ihre Produkte auf dem europäischen Markt anbieten.
Die Fair-Handels-Importeure
Spezialisierte Fair-Handels-Importeure arbeiten mit Produzentengruppen im Globalen Süden zusammen und bauen langfristige Handelsbeziehungen auf. Sie unterstützen ihre Partner-Organisationen beispielsweise durch
verlässliche Abnahmebeziehungen
die Zusammenarbeit bei der Qualitätsentwicklung und
(je nach Ausgestaltung der Partnerschaft) durch Vorfinanzierung.
Zudem übernehmen sie u.a. Aufgaben rund um Logistik und die Dokumentation unterschiedlicher Kriterien entlang der Lieferkette. Dadurch tragen Sie dazu bei, dass Fair-Handels-Produkte auf den europäischen Markt gelangen können.
Die Rolle der Weltläden
Weltläden sind der lokale Teil der Fair-Handels-Bewegung. Sie bieten Produkte aus Fair-Handels-Partnerschaften an und machen diese für Kundinnen und Kunden vor Ort zugänglich. Viele Weltläden arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern verfolgen gemeinwohlorientierte Ziele und werden häufig durch ehrenamtliches Engagement getragen. Das gilt zum Beispiel für unseren Weltladen Kalkar. Neben dem Verkauf übernehmen Weltläden auch Bildungs- und Informationsarbeit. Sie informieren über
globale Zusammenhänge,
geben Einblicke in die Herkunft von Produkten und
möchten zu einem bewusster Konsumverhalten beitragen.
Damit schaffen sie Möglichkeiten, sich mit den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten des Handels auseinander zusetzen.